Putzengel in der Kreuzkirche

Putzengel in der Kreuzkirche

Übergabe des gereinigten Kirchenbodens an den Kirchenvorstand

Hannover. - Die Kreuzkirche in Hannovers Altstadt ist normalerweise ein Ort der Besinnung und der Ruhe. - Und das seit 1333. In dem ältesten noch erhaltenen Gotteshaus der Stadt haben sechs Auszubildende des Gebäudereiniger-Handwerks vier Tage lang ihr Können bewiesen. Moderne Maschinen verteilten unter lauten Arbeitsgeräuschen sanfte Reinigungschemie auf den fast 400 Quadratmetern. Die Bodenfläche mit Ziegelplatten im Turmraum und im Schiff beträgt zusammen 315, der Marmorboden im Altarbereich 74 und der Sandstein des Altarblocks 6 Quadratmeter. Da, wo die großen Reinigungsgeräte nicht eingesetzt werden konnten, in den vielen Ecken und rund um den Altar, war exakte Handarbeit gefragt. „Das Team war so begeistert von dieser Arbeit, dass sie sogar manchmal in der wohl verdienten Mittagspause arbeiteten.“ So Gerhard Sommer vom Bildungswerk des Gebäudereiniger-Handwerks in Hannover (BWNG e.V.). Er ist Gebäudereiniger- Meister und Leiter der überbetrieblichen Ausbildung.

Bereits einige Wochen zuvor reinigte er mit zwei Auszubildenden in der Marktkirche den Orgelbereich, nachdem das große Instrument komplett aus dem Gotteshaus geräumt worden war. Von dem Ergebnis war auch die Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann begeistert und hatte spontan eine weitere Idee für das quasi himmlische Bodenpersonal: den verschmutzten Boden in der Kreuzkirche. Für diese umfangreichen Arbeiten waren allerdings mehr Hände, moderne High- Tech und besondere Reinigungschemie gefragt. „Nicht alle Spuren möchten wir der nächsten Generation hinterlassen“, betont Carl-Marcus Weitz. Er ist im Kirchenvorstand der Evangelisch-lutherischen Marktkirchengemeinde und kümmert sich seit 2006 besonders um die Kreuzkirche. Er freut sich über die ÜBA des Handwerks, das sich dem Motto „Reinigen – Pflegen - Schützen“ verpflichtet hat.

„Von dem sehr guten Reinigungsergebnis in der Kreuzkirche sind wir selbst überrascht.“ – Da sind sich Martin Baier von der Johannes Kiehl KG und Manfred Buttke von der G. Staehle GmbH u. Co. KG, columbus Reinigungsmaschinen, einig. „Ohne die große Unterstützung der Zulieferfirmen können wir solche anspruchsvollen überbetrieblichen Ausbildungen nicht durchführen“, gibt Mike Schneider, Landesinnungsmeister des Gebäudereiniger- Handwerks in Hannover, das Lob zurück. „Gemeinsam haben wir hier 9.175 Euro eingesetzt. Und das haben wir sehr gerne getan.“

Theorie und Praxis in der Kirche für glänzende Leistungen: Die beiden Fachleute Baier und Buttke sorgten zunächst für genaue Arbeitseinweisungen. „Die jungen Leute probierten anschließend die angebotenen Materialien aus. Erst nach genauer Prüfung der Reinigungsleistung arbeiteten sie dann mit den richtigen und schonenden Verfahren weiter.“ ÜBA-Leiter Sommer ist stolz auf das Ergebnis - und auf den Einsatz seiner Auszubildenden.

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Andrej Sarkany (3. Ausbildungsjahr) saugt gründlich den mit Veroclean-Grundreiniger von der Firma Kiehl behandelten Marmorboden im Altarbereich ab.
Das bedeutsame Altarwerk im Hintergrund ist eine signierte Arbeit aus der Werkstatt des Wittenberger Malers Lucas Cranach d. Ä. aus dem Jahr 1537.

 

Fleißige Handwerker in der Kreuzkirche. Auszubildende des 3. Lehrjahres: Benjamin Beil, Sebastian Rehren, Jürgen Rolf, Andrej Sarkany, Steffen Westerberg und Karsten Wilkeit.

Mit der columbus-Einscheibenmaschine E 400 S und dem Grundreiniger Copex von der Firma Kiehl entfernen die Auszubildenden die hässlichen Verschmutzungen von den Ziegelplatten in der Kreuzkirche in Hannover.

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[Text & Fotos: Ira Thorsting]